Kirchliche Volksverdummung selbst entlarvt

Die Nordkirche führt die kirchliche Trauung gleichgeschlechtlicher Beziehungen ein. Das ist die keineswegs überraschende Nachricht (idea-spektrum 25.9.2019).

Wesentlich interessanter als die Nachricht selbst ist ihre Begründung: die unterschiedlichen Bezeichnungen für „Segnungen“ und „Trauungen“ von Paaren seien für viele Pastoren und Gemeindeglieder nicht ersichtlich gewesen.

Na sowas aber auch! Donnerwetter nochmal, ist das eine Überraschung!

Gegner der „Segnung“ Homosexueller hatten genau das vor Jahren schon kritisiert, daß nämlich kein wirklich erkennbar Unterschied zwischen einer „Segnung“ und einer „Trauung“ von Homosexuellen bestünde.

Demgegenüber hatten die Kirchen(ver)führer immer betont: wir „trauen“ Homosexuelle ja nicht, sondern „segnen“ sie nur. Alles nur halb so schlimm. Denn segnen sollen wir ja sogar, die uns fluchen! Kirchliche Volksverdummung halt! Es war von Anfang an klar, daß es zwischen Segnung und Trauung keinen wirklichen Unterschied gibt, sondern dieser nur zur Beschwichtigung skeptischer Gemüter behauptet wurde. Nach der allseits bekannten Salamitaktik wird nun aus der „Segnung“ auch offiziell das, was es im Grunde schon immer war: eine „Trauung“.

Ich betone schon seit geraumer Zeit: wer heute noch ohne zwingenden Grund Kirchensteuer zahlt, ist selber schuld!

7 Antworten auf „Kirchliche Volksverdummung selbst entlarvt“

  1. In Bremen haben wir Gott sei Dank eine Kirchenverfassung die den Gemeinden große Selbstständigkeit einräumt, einschließlich der Wahl des Pastors. Ich hoffe dass die Verfassung der Bremer Landeskirche unangetastet bleibt damit lebendige Gemeinden wie St. Martini (st-martini.net) weiter Gottes Wort unverfälscht verkünden können.
    Ich könnte dort auch ehrenamtliche Arbeit tun ohne offizielles Mitglied der Bremer Landeskirche zu sein. Ich bin trotzdem Mitglied geworden um ein Zeichen zu setzen. Die Landeskirche sollte sehen dass da schon wieder einer Mitglied in St. Martini geworden ist obwohl ich in einem ganz anderen Stadtteil wohne.

    1. Danke Thomas , mit Olaf Latzel den ich noch von meiner Heimat her kenne , wird es wohl so was auch nicht geben in dieser Kirche !

      Olaf weiß genau , dass er sich auf Messers Schneide bewegt ,
      er ist allerdings Gehorsam und vertraut auf den Herrn !

      Schön ist , dass Olaf keine Menschenfurcht hat und durch Glaube und Gebet den Rückenwind vom Vater im Himmel hat !

      Es war allerdings die erste und letzte Gemeinde ,welche ich als
      total Bibeltreu einschätze !
      Dass ist ja wohl auch in Jakobs Gemeinde der Fall , nur diese Gemeinden zu finden ist sehr schwer !

  2. Kirche, die ihre Mysterien zu leugnen beginnt, kann man nur noch die Sakramente geben.
    Wen wunderts, wenn die Ängste nicht mehr in der Kirche „behoben“ werdenj, sondern die Deppen eine Greta hinterherlaufen?
    Der Mensch braucht Unerklärtes; die Wiederauferstehung, die „Jungfrauengeburt“ waren diese Mysterien.
    Kaputt. Ohne Not zerstört: Kässmann, Bedford Strohm, Marx, aber auch Papst Franziskus sind die Zerstörer.
    Schade drum.

  3. Auch in Sachsens Kirche „knirscht“ es : https://www.tagesschau.de/investigativ/bischof-rentzing-101.html
    Eine Zeitschrift „Fragmente“ ist mir unbekannt – und die redaktionelle Tätigkeit des damaligen Studenten kostet ihn nun nach knapp 30 Jahren „den Job“.
    Ich kann nicht beurteilen, ob er Sympathien für den Aufstieg der „Republikaner“ hegte (Parteiprogramme verändern sich zudem im Laufe der Zeit).

    Eine Petition „Nächstenliebe verlangt Klarheit“ von 700 Kirchenmitgliedern mit der Forderung seiner „Abgrenzung von rechtem Gedankengut“, gestartet von kirchlichen Mitarbeitern, ist jedoch deutlich.

    „Mit dem Rücktritt steht die sächsische Landeskirche nun vor einer Zerreißprobe. Denn schon bei der Bischofswahl 2015 war Rentzing als Kandidat der Konservativen mit nur einer Stimme Mehrheit gewählt worden. Seine Weigerung, sich kritisch gegenüber der AfD zu positionieren, war in der Landeskirche vor allem seit der Bundestagswahl 2017 heftig umstritten. Die Suche nach einer Nachfolgerin oder einem Nachfolger dürfte sich deshalb schwierig gestalten, die Wahl in jedem Fall eine Richtungsentscheidung werden.“
    Letzteres glaube ich gern – vor allem im Hinblick auf künftige freie Stellen; die Wichtigkeit der politischen Ausrichtung im Verhältnis zur theologischen, die mir vorrangig wäre, läßt mich grübeln.

    1. Wie ich immer und immer wieder zu sagen pflege: wer in diesen maroden und gottlosen Haufen auch nur noch einen Cent Kirchensteuer steckt ohne zwingende Notwendigkeit, ist selber schuld!

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